Eichentisch bauen

Wimg_8883-bearbeitetir haben mal wieder einen Eichentisch gebaut. Diesmal sind wir mit sägerauhen unbesäumten Eichenbohlen gestartet. Natürlich ersparen wir uns viel Zeit, wenn wir die Eichenbohlen schon gehobelt gekauft hätten, aber wir lieben die Herausforderung 🙂 und wollen Tische bauen mit Werkzeugen, die in einer Hobbywerkstatt vorhanden sind. Wichtig ist natürlich, dass das Holz gut getrocknet und damit bereit für die Verarbeitung ist.

Bretter sägen

Nun hieß es also mit Handmaschinen img_8902-bearbeitetaus den Bohlen einen Eichentisch zu bauen. Dazu haben mussten nun die Tauchkreissägen mit Führungsschienen herhalten und bei 5 cm dicken Bohlen ganz schön kämpfen. Wir haben die Eiche in 14 cm breite Bretter gesägt. Sauber angezeichnet und mit den Führungsschienen geht dies sehr akkurat und ersetzt damit ausreichend gut die Formatkreissäge. Wir nutzen dabei sehr gern unsere Dewalt Säge bzw. unsere neueste Anschaffung von Bosch PT.

Verleimen

img_8937-bearbeitetNun ging es an das Verleimen. Ohne Abrichthobel ist einmal mehr ein wenig Puzzleorbeit gefragt, um die Bohlen richtig aneinander zu bekommen. Außerdem haben wir versucht bestmöglich die Verleimregeln zu beachten also Splintholz mit Sprintholz und Kernholz mit Kernholz und die dann jeweils noch versetzt. Dann mussten unsere Leimboys herhalten und mit Pinseln haben wir beidseitig Weißleim aufgetragen (wir verwenden Ponal). Anschließend kann es gar nicht genug Zwingen gimg_8944-bearbeiteteben. Mit Zulagen (kleinen Holzstücken zwischen Zwinge und zukünftigen Tisch) und den Zwingen werden nun die Bohlen aneinander gepresst. Da es in der Tischlerei recht kalt war, dauert das Trocknen länger als gedacht und erst nach 4 Stunden haben wir uns getraut die Zwingen zu lösen.

 

Hobeln und Schleifen

Nun gings ums Hobel und Schleifen. Wir haben dazu einen elektrischen Handhobel verwendet. Zugegebenermaßen nicht so schön, wie die guten alten Handhobel, aber doch eine Zeitersparnis. Anschließend und viele Hobelspäne später haben wir dann angefangen mit dem Schleifen bis zu einer Körnung von 240.

Gratleiste

Für die Stabilität des Tisches ist eine Gratleiste sehr hilfreich. img_8973Diese stabilisiert den Tisch in der Form, dass die Tischplatte sich nicht verziehen aber gleichzeitig das Holz arbeiten kann. Die ganz feine Art ist eine „eingenutete“ Gratleiste. Hierfür fehlte uns aber die Zeit. Daher haben wir uns für eine geschraubte Gratleiste entschieden. Ein ganz gutes Video über diese Art der Gratulierten findet ihr hier. Wir wir haben keine Langlochbohrung vorgenommen, sondern einfach die Löcher deutlich größer gebohrt als die Schrauben und mit Unterlegscheiben gearbeitet.

Tischplatte fertig, hurra

img_9002-bearbeitetNach 11 Stunden Arbeit ist die Platte nun tatsächlich fertig. Als Beine haben wir und für sehr einfache Stahlbeine entschieden wie z.B. die hier. Die Kombination aus rustikaler Eiche und dem Stahl gefällt uns einfach gut. Und nun gilt es noch die Tischplatte zu ölen. Wir haben diesmal ein Hartwachsöl genommen, weil es uns sowohl von Farbe als auch von der Verarbeitung zusagt. Genauso geht natürlich auch z.B. Leinölfirnis (beachtet hier die Gefahr der Selbstentzündung der Tücher). Jedes Mal wieder einfach ein tolles Gefühl, wenn die Maserung des Holzes richtig in Erscheinung tritt. Nun muss der Tisch nur noch ins Wonzimmer transportiert werden.

Und hier das Endergebnis im Wohnzimmer